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40/80 Zeichen-Umschalter - 40/80 Screen-Switch Copyright
© 1994-1998 by Michael Nausch
1994 schrieb ich einen Artikel für die Mitgliedszeitschrift
"Rundschreiben", Ausgabe 28 der(GEOS -
INTERESSENGEMEINSCHAFT - SÜD e.V.), in der ich meinen "40/80-
Zeichenumschalter" oder neudeutsch "40/80 Screen Switch" beschrieb.
Diese kleine Hardwareerweiterung ermöglicht
es die Betriebsart (40-Zeichen FBAS und 80-Zeichen RGB) mittels der
Maustasten umzuschalten. Nachdem mich sehr viele Clubmitglieder und
auch ein paar Leute aus dem fido, wie auch aus den internet-Newsgroups
fragten, ob ich diese Erweiterung verkaufe, entschloß ich mich zur
Veröffentlichung meines Artikels nunmehr auch hier im internet.
Was kann nun dieses Wunderding der Technik, und was nicht:
- Am Monitor muß der alte Umschalter ausgebaut werden, d.h. am
Monitor muß eine kleine Änderung vorgenommen werden. Es ist also
keine 'plug and play' Hardware.
- Die Betriebsart des Monitors wird nicht automatisch gewechselt, d.h.
es müssen beide Maustasten gedrückt werden um den Monitor
umzuschalten.
- Das Layout der Platine und der anderen Pläne (geoPaint-Dateien)
wurde bewußt nicht zu klein gehalten, damit jeder diese Erweiterung
leicht nachbauen kann.
Nachfolgend nunmehr die komplette Anleitung meines kleinen
Hardwareprojektes. Solltest Du Fragen zu der Anleitung haben, so
hinterlaß' mir einfach eine eMail
und ich werde versuchen Dir
entsprechend hilfreich unter die Arme zu
greifen!
Inhaltsverzeichnis
Hintergrundinformationen
Bau des 40/80 Screen-Switch
wichtige Hinweise
Bauteil und Stückliste
Hintergrundinformationen
Entstanden ist diese Hardwareerweiterung zu Beginn nur, weil ich zu faul
war, den Taster an meinem Monitor 1084 zu drücken. Dies war und ist
immer dann der Fall, wenn ich die Betriebsart (40 Zeichen FBAS) und (80
Zeichen RGB), ändern mußte, weil Novaterm oder GEOS dies
entsprechend am Bildschirm mir "befahl". Als alter GEOS-Anwender benutze
ich fast ausschließlich dieses Betriebssystem. Hierbei befinden sich
sehr viele Programme, die entweder nur im 40-Zeichen- oder nur im
80-Zeichenmodus arbeiten.
Die meisten Programme geben einen entsprechenden Hinweis am Bildschirm
aus, sofern die Betriebsart des Monitors geändert werden muß. Da
dachte ich mir, es wäre doch das Beste, wenn beim "klick" auf dieses
ICON auch gleich der Monitor umschalten würde. Anfangs versuchte
ich das CS-Signal der Videobausteine zum Umschalten zu verwenden oder
das FBAS-Signal in ein RGB-Signal umzuwandeln. Doch entweder war es
immer zu komplex oder das Ganze sprengte bei weitem den finanziellen
Rahmen. Da ich meine Maus ja sowieso meistens in der Hand halte kam
mir die Idee, diese als Schalter zu verwenden.
Also nahm ich mir die Schaltpläne meines Monitors mal etwas unter die
Lupe und fand sehr schnell einen Weg, wie ich den Monitor umschalten
könne. Ich schnappte mir meine Lötstation und verlegte
kurzerhand den Schalter nach außen um zu sehen, wie dieser auf das
50cm lange Verbindungskabel reagiert. Nachdem dieser Test positiv
ausgefallen war, machte ich mir Gedanken, wie ich nun die Maus als
Umschalter "umfunktionieren" könnte. Eine Modifikation der Maus schied
aus, da bei einem Austausch derselben, eine erneute Änderung notwendig
gewesen wäre. Daher beschloß ich eine klein "black box" zwischen
Maus und Rechner zu stecken.
Da bei keinem Programm beide
Maustasten zugleich benötigt werden, dachte ich mir, es wäre doch
das einfachste, bei gleichzeitigem Betätigen beider Tasten, den
Monitor umzuschalten. Was war zu tun? Ich schnappte mir einen
Schraubendreher und zerlegte die Maus um die interne Verschaltung
abzuzeichnen.
Immer dann, wenn die linke Maustaste gedrückt wird, wird Pin #6
(BUTTON A/LP) auf Masse gelegt. Beim Druck auf die rechte Maustaste
wird hingegen 'JOYA0', das ist Pin #1 auf Masse gelegt. Da auf Pin #7
der Joystickanschlüsse 5V zur Verfügung stehen und sich in
meiner Bastelkiste jede Menge "Tausendfüßler" der Gattung
74xx tummeln, entschloß ich mich meine kleine Auswerteschaltung
mit diesen Bausteinen aufzubauen.
Der erste Baustein meiner Schaltung ist ein NOR-Gatter (7402). Dieser
IC "schaltet" immer nur dann einen seiner Ausgänge logisch "high",
wenn die beiden betreffenden Eingänge auf logisch "Null" gelegt
werden. Da, wie zuvor schon erwähnt, die Pins 1 und 6 immer dann
auf logisch "Null" sind, wenn beide Maustasten gedrückt werden,
wechselt immer auch dann der Ausgang des NOR-Gaters seinen Pegel. Der
erste Schritt wäre also schon getan.
Den Ausgang dieses ersten ICs verschalten wir dann mit einem Eingang des
nächsten ICs, einem 74121, nachdem wir den Pegel mit Hilfe eines
weiteren NOR-Gatters invertiert haben.
Der 74121 ist ein nicht retriggerbarer Monoviberator und den benötigen
wir aus einem ganz einfachen Grund, den wir alle kennen. Die Tasten einer
Maus haben die unangenehme Eigenschaft zu prellen. Jeder kennt dies. Man
will eigentlich nur eine Datei anklicken, um diese zu kopieren und schon
wird sie geöffnet, ohne daß wir dies eigentlich wollten. Wird
bei dem Monoviberator der Eingang "beschaltet", so wechselt am Ausgang
für eine bestimmte Zeit der logische Pegel, unabhängig davon
ob erneut an den Eingängen Pegeländerungen vorgenommen werden.
Erst nach Ablauf der definierten Zeitspanne kann erneut durch Wechsel an
den Eingängen der Ausgang umgeschaltet werden. Die Zeitspanne wird
mit Hilfe des Widerstandes R3 und des Kondensators C1 festgelegt und
beläuft sich in unserem speziellen Fall auf etwa 0,6 Sekunden.
Den Ausgang unseres 74121 verschalten wir dann mit dem Takteingang des
nachfolgenden JK-Flip-Flops (7473), welches durch seine äußere
Beschaltung als D-Flip-Flop arbeitet. Somit wird jedesmal, wenn der Pegel
am Takteingang sich ändert, der Ausgang umgeschaltet. Somit
wären wir schon fast fertig mit unserer Schaltung. Damit aber nun
das Relais umgeschaltet werden kann, muß der Ausgang des 7473 noch
mittels des nachfolgenden npn-Transistors "entlastet" werden. Der
eingefügte Schalter vor diesem Transitor ermöglicht es uns noch
von Hand vom 40- ind den 80-Zeichenmodus umzuschalten, oder den
Automatikbetrieb mit der Maus zu (de)aktivieren. Damit die, beim Abfallen
des Relais entstehende, Induktionsspannnung unserer Schaltung und/oder
dem Rechner keinen Schaden zufügen kann, wird der Spule eine
Diode antiparallel zugeschaltet.
Da die beiden Joystickleitungen direkt mit der Tastatur verbunden sind,
müssen wir diese beiden Leitungen und die Tastatur noch entkoppelt.
Dies geschieht mit den beiden Dioden V1 und V2 sowie der zugehörigen
PullUp-Widerstände R1 und R2.
Index
Aufbau des
40/80 Zeichen-Umschalters ?
Genug der Theorie, wollen wir nun doch endlich darangehen, den Umschalter
aufzubauen. Als ersten müssen wir uns die Platine ätzen. Zum
Ausdrucken der entsprechenden GeoPaint-Datei unbedingt darauf achten,
daß entweder ein Laserdrucker- oder ein proportionaler 80x80
Druckertreiber verwendet wird.
All diejenigen, die keine Erfahrungen mit dem Ätzen von Platinen
haben, mögen sich an einen befreundeten "Halbprofi" wenden.
Selbstverständlich ist es auch möglich, die Schaltung in
wire-wrap oder einer anderen bevorzugten Technik aufzubauen.
Nachdem wir also unsere PLatine geätzt und entsprechend gesäubert
haben, werden die Löcher für unsere Bauteile gebohrt.
Anschließend biegen wir uns aus Blankdraht 13 Brücken und
löten diese an den entsprechenden Stellen der Platine ein. Als
nächstes werden die Dioden, die Widerstände dann die IC-Sockel
eingelötet. Immer schön der Reihe nach; zuerst die flachen und
zum Schluß die großen Bauteile einsetzen.
![[ANSCHLUSS-SCHEMA UMSCHALTER]](../Graphiken/doku-1.gif)
Am Ende löten wir dann noch das Relais ein und verkabeln unsere
Schaltung mit den 9 poligen SUB-D Buchsen und Stecker für den
Joystick-Anschluß. Will man die Schaltung in ein kleines Gehäuse
einbauen, so kann man auch direkt an die Platine kleine Drähte als
Verbindung zu den Steckern/Buchsen anlöten. Lötet man jedoch
jeweils 10 polige zweireihige Pfostenstecker in die Platine, so kann man
für die Verbindungen jeweils Flachbandkabel und zugehörige Stecker
verwenden, wie sie auch im PC-Umfeld verwendet werden. Zum Schluß
wird dann noch die Verbindung zwischen unserem Umschalter und dem Monitor
hergestellt. (Siehe hierzu auch Anschalteschema!)
Fertig ist unsere Schaltung!
Jetzt kommt der große Augenblick - Einschalten und gucken was
passiert!
Doch bevor wir die Schaltung anschließen und wirklich den ersten Test
machen, nehmen wir uns noch mal 5 Minuten Zeit und kontrollieren die
Lötpunkte wegen "kalter Lötstellen" oder Lötspritzer.
Nachdem wir unsere Schaltung nun gewissenhaft aufgebaut und kontrolliert
haben, verbinden wir den Umschalter mit dem Joystickport #1. Die Maus
stecken wir an den Anschluß des 40/80 Zeichenumschalters und verbinden
die Schaltung mit dem Monitor.
![[ANSCHLUSS-SCHEMA MONITOR]](../Graphiken/doku-7.gif)
Nun können wir unseren Computer und den Monitor einschalten. Als
erstes testen wir den 2fach EIN/AUS-Schalter. Je nach Schalterstellung
muß der Monitor nun vom 40- in den 80-Zeichenmodus umschalten. Bei
der Stellung "Automatik" muß dann jedesmal der Monitor umschalten,
wenn beide Maustasten gleichzeitig gedrückt werden. Sollte die
Schaltung und/oder der Rechner irgendeine undefinierte Funktion zeigen,
dann unbedingt sofort alles Ausschalten und sämtliche Verbindungen
und Lötstellen nochmals sorgfältig überprüfen.
Gegebenenfalls korrigieren wir den Fehler und testen die Schaltung
erneut.
Index
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privaten Zwecken verwendet werden. Jegliche anderweitige Verwendung oder
kommerzieller Nutzung bedarf _MEINER_ schriftlichen Zustimmung! Bei der
Erstellung des Artikels wurde großer Wert auf Vollständigkeit
und Richtigkeit gelegt. Dennoch werden keinerlei
Gewährleistungsansprüche anerkannt, falls irgendwelche
Schäden am 40/80-Zeichenumschalter, Computer oder Monitor
entstehen.
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Bauteil und Stückliste ?
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